Ein kluger Freund von mir sagte einmal, das er, nach einer langen Reise durch die Religiösität, jetzt einfach „seie“.
Und ich denke so kann ich meine Einstellung auch am besten beschreiben.
Ich bin nicht Christ, ich bin nicht Moslem und ich bin nicht Wicca.
Ich bin.
Ich bin kein Freund von althergebrachten Zeremonien und Strukturen, meinem Empfinden nach kann man die Welt hinter der Realität nur richtig sehen, indem man sie mit seinem eigenen Herzen be-greift.
Alte Bücher und weise Lehrer können einem dabei Wege zeigen und Inspirationen geben aber sie können einem NIEMALS sagen was für einen selbst das Richtige ist.
Diese letzte aller Wahrheiten kann man nur an einem einzigen Ort finden – in seinem eigenen Herzen.
Und der Weg dort hin ist lang und winkelig…
Zudem sollte man nicht glauben das der Weg endet wenn man einmal dort ist.
Was ich dort gefunden habe?
Nun, für mich ist dieses Universum eine gigantische Entität, die bestrebt ist sich weiter zu entwickeln, was sich bis in ihr kleinstes Detail fortpflanzt.
Wohin? Ich weiss es nicht und denke auch das wir noch einige Bewustseinsstufen durchlaufen müssen um überhaupt die Kapazität zu haben das ansatzweise zu erfassen.
Und es ist auch nicht wichtig, denn die Freude daran, an dieser Entwicklung Teil zu haben ist ein integraler Bestandteil meines Seins, also habe ich kein Problem darin meine Aufgabe darin zu sehen meinen Teil zu dieser Entwicklung bei zutragen indem ich versuche, mich selber und das was ich beeinflussen kann zu etwas hin zu entwickeln, was ich für sinnvoll und gut halte.
Wenn ich mir die Umwelt so ansehe haben nur Systeme eine Überlebenschance die sich im Gleichgewicht befinden.
Und so versuche ich auch mein Leben zu gestalten.
Das Gleichgewicht zu halten zwischen den Dingen, die mir Freude bereiten und den dingen, die der Entwicklung der Gesellschaft (und damit eines kleinen Teils des Seins dieses Universums) weiter zu treiben.
Denn ich denke nur wenn ich dieses Gleichgewicht erreichen kann werde ich in der Stunde meines Todes sagen können „Ich bin froh dieses Leben gelebt zu haben“.
Nun, es ist interessant dies einmal nieder geschrieben zu haben.
Mal sehen was für weitere Gedanken sich hieraus ergeben.